Blähungen, Verstopfung oder eine gestörte Darmflora – jetzt ist guter Rat teuer. Was dagegen helfen kann, steht hier.

Was kann ich gegen Darmprobleme tun?

Wer hätte gedacht, dass der Darm mit 300–500 qm das flächenmäßig größte menschliche Organ ist? Er spielt aber nicht nur in Bezug auf die Verdauung eine große Rolle für unsere Gesundheit: Die Darmschleimhaut enthält über 70 Prozent der körpereigenen Abwehrzellen! Aber auch die 300 Bakterienarten, die im Inneren des Darmes die sogenannte Darmflora bilden, tragen dazu bei, schädliche Keime aus unserem Körper fernzuhalten. Werden Darmflora und Darmschleimhaut geschädigt (beispielsweise durch ständige Verdauungsprobleme), so schwächt das auch unser Immunsystem.

Was kann ich gegen Darmprobleme tun?

Wer hätte gedacht, dass der Darm mit 300–500 qm das flächenmäßig größte menschliche Organ ist? Er spielt aber nicht nur in Bezug auf die Verdauung eine große Rolle für unsere Gesundheit: Die Darmschleimhaut enthält über 70 Prozent der körpereigenen Abwehrzellen! Aber auch die 300 Bakterienarten, die im Inneren des Darmes die sogenannte Darmflora bilden, tragen dazu bei, schädliche Keime aus unserem Körper fernzuhalten. Werden Darmflora und Darmschleimhaut geschädigt (beispielsweise durch ständige Verdauungsprobleme), so schwächt das auch unser Immunsystem.

Unsere Verdauung wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst: durch die Beschaffenheit der Darmschleimhaut, durch Stress, durch Medikamente und nicht zuletzt durch die Ernährung. Eine gestörte Verdauung, die sich in Verstopfung oder Blähungen äußert, ist ein durchaus ernstzunehmendes Signal des Körpers dafür, dass etwas nicht stimmt. Sie muss aber nicht gleich Indiz für eine schwerwiegende Erkrankung sein. Oft genügt schon eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und des Tagesrhythmus, um die unangenehmen Probleme in den Griff zu bekommen:

Was tun gegen Blähungen?

Traditionell sind Anis, Fenchel und Ingwer als natürliche Helfer gegen Blähungen in der Volksmedizin bekannt; auch Petersilie kann gute Dienste leisten. Treten die Beschwerden jedoch regelmäßig und häufig nach dem Genuss von Hülsenfrüchten oder Milchprodukten auf, sollten zunächst Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie eine Oligosaccharidintoleranz oder eine Laktoseunverträglichkeit vom Arzt ausgeschlossen werden.

Gegen Blähungen und ander Verdauungsbeschwerden sind die ätherischen Öle in Fenchel, Kümmel und Ingwer altbewährte Hausmittel.

Um nicht auf die nährstoffreichen Lebensmittel verzichten zu müssen, bieten sich zu einer ausgewogenen und bewussten Ernährung Nahrungsergänzungsmittel oder diätetische Lebensmittel an, die dem Körper die fehlenden Verdauungsenzyme (z. B. Alpha-Galactosidase oder Laktase) zuführen und die natürliche Verdauung unterstützen können.

Hilfe bei Verstopfung

Im Laufe eines Lebens verarbeitet der Darm rund 30 Tonnen an Nahrung – und das machen wir ihm manchmal gar nicht leicht. Fette, Eiweiß und raffinierte Kohlenhydrate bestimmen heutzutage häufig unser täglich Brot; etwa 70 % der Bevölkerung erreichen hingegen nicht die empfohlene Mindestverzehrmenge an Ballaststoffen von 30 Gramm pro Tag. Stress und Hektik, Zeitmangel beim Essen, zu wenig Bewegung und unzureichende Flüssigkeitszufuhr begünstigen Verstopfungen zusätzlich. Vermeidet man diese Faktoren und setzt stattdessen auf eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung, ist schon viel gewonnen!

Anders als ihr Name vermuten lässt, sind Ballaststoffe nämlich wichtige Komponenten der täglichen Ernährung: Sie binden Wasser im Darm und regen durch ihr Aufquellen die natürliche Darmbewegung an. Beides beschleunigt und begünstigt den Transport des Darminhaltes, was Verstopfung vorbeugen kann. Weitere Vorteile einer ballaststoffreichen Ernährung sind das niedrigere Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die Darmflora aufbauen

Als kleine Helfer fungieren im Darm lebende Bakterien, z. B. die Bifidobakterien und Lactobazillen. Sie werden über die Nahrung aufgenommen und siedeln sich im Darm an. Zu den sogenannten probiotischen Lebensmitteln mit einem hohen Gehalt an lebenden Bakterienkulturen zählen Naturjoghurt, Kefir und Sauermilch. Aber auch milchsauer vergorene Lebensmittel wie Sauerkraut, Brottrunk und Miso enthalten die nützlichen Bakterien.

Nicht pasteurisierter Joghurt enthält wertvolle Milchsäurebakterien, die eine wichtige Rolle in der Darmflora spielen.

Diese Mikroorganismen benötigen für ihr Wachstum komplexe Kohlenhydrate (oder auch Prebiotika genannt), wie z. B. die Ballaststoffe Inulin und Oligofructose. Diese Polysaccharide (Mehrfachzucker) sind natürlicher Bestandteil vieler Pflanzenarten. Im Gegensatz zu anderen Zuckerarten werden sie vom menschlichen Körper jedoch nicht abgebaut, sondern wandern unverdaut bis in den Dickdarm, wo sie der natürlichen Darmflora als Nahrungsquelle dienen können