Verdauungsbeschwerden nach dem Genuss von Obst und Gemüse? Fructoseintoleranz ist eine weit verbreitete Stoffwechselstörung.

Fructoseintoleranz und ihre Symptome

Fructose - was ist das eigentlich? Fructose oder Fruchtzucker kommt natürlicherweise in Obst und Gemüse vor. Vor allem Äpfel, Birnen, Pflaumen oder Trauben enthalten viel Fructose. Sie wird allerdings auch immer häufiger verarbeiteten Nahrungsmitteln zugesetzt.

Fructoseintoleranz und ihre Symptome

Fructose - was ist das eigentlich? Fructose oder Fruchtzucker kommt natürlicherweise in Obst und Gemüse vor. Vor allem Äpfel, Birnen, Pflaumen oder Trauben enthalten viel Fructose. Sie wird allerdings auch immer häufiger verarbeiteten Nahrungsmitteln zugesetzt.

Über den Fructose-Gehalt unterschiedlicher Lebensmittel informiert Sie unsere Fruchtzucker-Tabelle.

Wenn es nach dem Genuss von Obst häufig in Magen und Darm rumort, kann es sich um eine Fruchtzucker-Unverträglichkeit handeln. Das ist ein Stoffwechseldefekt, bei dem die Aufnahme der Fructose im Dünndarm gestört ist und der geschätzte 30 % der mitteleuropäischen Bevölkerung betrifft. Damit ist diese Nahrungsmittel-Unverträglichkeit relativ weit verbreitet; ihre Zahl ist in den letzten zwanzig Jahren stetig gestiegen. Allerdings ist die persönliche Verträglichkeitsschwelle für Fructose sehr unterschiedlich ausgeprägt. 

Übrigens: Eine Fruchtzucker-Unverträglichkeit tritt bei circa 75 % der Betroffenen gepaart mit einer Milchzucker-Unverträglichkeit (Laktoseintoleranz) auf, die ähnliche Beschwerden hervorruft. Dieses Video bietet Ihnen einen anschaulichen Einblick in die Zusammenhänge.

Zwei Formen der Fructoseintoleranz

Bei einer vorliegenden Fruchtzucker-Unverträglichkeit (auch Fructosemalabsorption oder intestinale Fructoseintoleranz) wird der Fruchtzucker nur begrenzt oder gar nicht aus dem Dünndarm in den Körper aufgenommen und gelangt unverdaut in den Dickdarm. Dort wird er von den Darmbakterien zu kurzkettigen Fettsäuren, Kohlendioxid und Wasserstoff abgebaut. Das führt bei vielen Menschen zu Übelkeit, Darmkrämpfen, Blähungen und Durchfällen.

Darüber hinaus wird häufig ein Mangel an Folsäure und Zink sowie weiteren Vitalstoffen beobachtet, der zu depressiven Verstimmungen, Reizbarkeit und Schwächung des Immunsystems führen kann.
Die genauen Ursachen für diesen Mangel sind noch nicht geklärt. Es ist anzunehmen, dass durch die ständige Fructosebelastung der Darm zunehmend geschädigt und somit die Aufnahme verschiedener Nährstoffe verschlechtert wird. Der erzwungene Verzicht auf Obst und Gemüse schränkt zudem die  Nährstoffversorgung drastisch ein.

Eine andere Form ist die erbliche oder hereditäre Fructoseintoleranz. Dabei handelt es sich um eine erbliche Stoffwechselerkrankung, bei der zwar der Fruchtzucker im Darm aufgenommen, aufgrund eines Enzymdefekts in der Leber aber nicht abgebaut werden kann. Als Folge kommt es zu schweren Leberfunktionsstörungen. Daher müssen Menschen mit diesem Enzymdefekt von Geburt an Fructose meiden.

Was tun bei Fructoseintoleranz?

Wir empfehlen Ihnen, ein Ernährungstagebuch zu führen. Wenn sich eindeutige Symptome bestimmten Nahrungsmitteln zuschreiben lassen und somit der Verdacht einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit besteht, lassen Sie sich von einem fachkundigen Arzt oder einer qualifizierten Ernährungsberatung testen und beraten. Die übliche Testmethode ist der Wasserstoffatemtest. Über den Berufs Verband Oecotrophologie e.V. können Sie einen Ernährungsberater in Ihrer Nähe finden.

Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten kann ein Ernährungstagebuch helfen, der Ursache auf den Grund zu gehen.

Eine Fructoseintoleranz kann generell nicht geheilt, sondern nur symptomatisch behandelt werden. Eine fructosearme Diät und die Sicherung einer ausreichenden Vitalstoffzufuhr sind somit die einzigen Wege, Beschwerden zu vermeiden oder zu vermindern.

Bei der Einschätzung des Fructosegehalts verschiedener Lebensmittel hilft Ihnen folgende Tabelle.