Frühjahrsmüdigkeit – was ist das eigentlich? Woran liegt es, wenn man scheinbar grundlos schläfrig und müde ist?

Winterschlaf ade

Endlich: Der lange Winter ist vorbei, die Krokusse blühen in den ersten warmen Sonnenstrahlen und an den Birken sprießt das frische Grün. Doch anstatt den Frühling in vollen Zügen zu genießen, fühlen wir uns schlapp und schläfrig. Manche plagen sich mit Kopfschmerzen oder sogar Kreislaufbeschwerden. Die Frühjahrsmüdigkeit geht wieder um! Wie kommt es zu diesem Phänomen, das alljährlich beinahe 80 % der Deutschen betrifft?

Winterschlaf ade

Endlich: Der lange Winter ist vorbei, die Krokusse blühen in den ersten warmen Sonnenstrahlen und an den Birken sprießt das frische Grün. Doch anstatt den Frühling in vollen Zügen zu genießen, fühlen wir uns schlapp und schläfrig. Manche plagen sich mit Kopfschmerzen oder sogar Kreislaufbeschwerden. Die Frühjahrsmüdigkeit geht wieder um! Wie kommt es zu diesem Phänomen, das alljährlich beinahe 80 % der Deutschen betrifft?

Woher kommt die Frühjahrsmüdigkeit?

Es gibt mehrere Erklärungen für die Schläfrigkeit im Frühling. Die eine begründet die plötzliche Erschöpfung, die meist nach ca. vier Wochen von selbst wieder vergeht, mit einer Art Mini-Jetlag: Da unser Körper nicht nur durch den Tag-Nacht-Rhythmus, sondern auch durch die Jahreszeiten beeinflusst wird, hat er an den saisonalen Übergängen manchmal Schwierigkeiten, sich anzupassen. Als wichtigen Faktor nennen Wissenschaftler dabei das Gleichgewicht zwischen dem „Gute-Laune-Hormon“ Serotonin und dem „Schlafhormon“ Melatonin. Nach dem kalten, dunklen Winter ist der Serotonin-Speicher des Körpers leer; das Schlafhormon hat die Oberhand. Mit einsetzender Wärme und vermehrtem Sonnenlicht wird wieder Serotonin gebildet, doch bis sich das Gleichgewicht eingependelt hat, herrscht im Organismus Durcheinander.

Hinzu kommt eine weitere Erklärung: Der Körper, der sich inzwischen an die Kälte des Winters gewöhnt hat, wird nun mit den steigenden Außentemperaturen konfrontiert. Dafür spricht, dass die Frühjahrsmüdigkeit meist dann auftritt, wenn bereits ein paar Tage hintereinander schönes Wetter war. Die Folge ist eine typische Reaktion unseres Körpers: Die Blutgefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt ab – wir werden müde.

So begegnet man der Frühjahrsmüdigkeit

Was kann man also dagegen tun? Jedenfalls sollte man dem Schlafbedürfnis nicht nachgeben! Im Gegenteil überwindet man die Frühjahrsmüdigkeit am besten, indem man den Körper möglichst schnell mit den veränderten Bedingungen konfrontiert:

  • Wechselduschen vertreiben die Müdigkeit nach dem Aufstehen und regen die Blutzirkulation an!
Die letzte Müdigkeit am Morgen vertreiben kalt-warme Wechselduschen. Sie regen den Kreislauf an.
  • Gehen Sie ins Freie, möglichst schon am Vormittag! So passt sich der Körper nicht nur den steigenden Temperaturen an, Sie tanken auch Licht. Sonnenlicht kurbelt die Produktion von Serotonin und Vitamin D an. Serotonin beeinflusst unsere Stimmung und verdrängt das Schlafhormon Melatonin. Gehen Sie beispielsweise vor der Arbeit eine Runde joggen.
  • Bewegung oder sportliche Aktivität bringen den Kreislauf in Schwung – am besten an der frischen Luft! Wie wäre es z. B. mit einer Fahrradtour?
Ein bewährtes Mittel gegen Müdigkeit und Erschöpfung ist, den Kreislauf mit Bewegung in Schwung zu bringen.
  • Leichte, nährstoffreiche Lebensmittel machen den Körper von innen fit: Reich an Vitamin C sind zum Beispiel Kiwis, Maracuja oder Sanddorn. Legen Sie doch mal einen Obst-Tag ein!
Müdigkeit und Erschöpfung überwinden – das geht auch mit den richtigen Lebensmitteln. Hier steht, wie.
  • Es schadet nicht, auch das Äußere auf die ersten warmen Tage vorzubereiten: Bei Fußpflege und Peeling verabschieden Sie sich außerdem gleich innerlich von der kalten Jahreszeit!

Wer sich schon im Winter durch Sport fit hält und sich gesund ernährt, kommt in der Regel auch mit der Umstellung besser zurecht. Umgekehrt sind es aufgrund ihres niedrigeren Blutdrucks häufiger Frauen als Männer und eher ältere Menschen als jüngere, die mit der Frühjahrsmüdigkeit zu kämpfen haben.

Falls die Müdigkeit bei Ihnen anhält und nicht nur saisonal bedingt ist, sollten Sie eventuell das Gespräch mit Ihrem Arzt suchen. Möglicherweise ist sie durch einen Eisenmangel bedingt oder hat eine ganz andere Ursache, an die Sie noch gar nicht gedacht haben.