Was ist Laktose?

Laktose oder Milchzucker kommt in der Natur nur in der Milch von Säugetieren wie Rindern, Schafen oder auch des Menschen vor. Diese dient dem Neugeborenen in den ersten Lebensmonaten als Nahrungsquelle.

Chemisch handelt es sich bei Laktose um einen Zweifachzucker, der aus zwei einfachen Zuckern zusammengesetzt ist: Glukose (Traubenzucker) und Galaktose (Schleimzucker). Da der Körper nur Einfachzucker aufnehmen kann, muss Laktose im Darm durch das Enzym Laktase in seine Bestandteile gespalten werden.

Was ist eine Laktoseintoleranz?

In Deutschland haben etwa 15 bis 20 % der Menschen eine Laktoseintoleranz. Das heißt, ihr Organismus kann das Enzym Laktase nicht oder nicht in ausreichender Menge erzeugen. Bei ihnen gelangt daher der Milchzucker ungespalten in den Dickdarm. Hier verursacht er einen vermehrten Wassereinstrom in den Darm und wirkt somit abführend. Zudem wird der Milchzucker aber auch durch Darmbakterien abgebaut. Dadurch bilden sich Gase, wodurch es schließlich zu Beschwerden wie z. B. Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Blähungen kommen kann. Weltweit betrachtet ist das Fehlen des Enzyms Laktase kein Defekt, sondern eher der Normalzustand.

Wie entsteht eine Laktoseintoleranz?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Formen: einem genetisch bedingten „primären“ Laktasemangel und einem „sekundären“ Laktasemangel infolge bestimmter Erkrankungen.
Ein primärer Laktasemangel tritt häufig ab dem 5. Lebensjahr auf, kann sich aber auch erst in späteren Jahren bemerkbar machen. Bei älteren Menschen gehört die Abnahme der Laktaseaktivität zum natürlichen Alterungsprozess. Nur in sehr seltenen Fällen besteht der Defekt bereits bei der Geburt, sodass betroffene Säuglinge keine Muttermilch vertragen und auf Spezialkost angewiesen sind.
Auch Darmerkrankungen können zu vorübergehender Milchzucker-Unverträglichkeit führen. Schädigungen der Dünndarmschleimhaut stören auch die Funktion der hier lokalisierten Enzyme wie der Laktase. Erkrankungen des Dünndarms wie Morbus Crohn, Zöliakie oder bakterielle Infektionen, aber auch Magen-Darm-Operationen oder die Einnahme von Antibiotika können daher zu einer „sekundären“ Laktoseintoleranz führen. Die verminderte Laktaseaktivität ist somit nicht genetisch bedingt und normalisiert sich in der Regel wieder, wenn die zugrundeliegende Erkrankung behandelt wird.

Ist eine Laktoseintoleranz eine Allergie?

Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit ist nicht zu verwechseln mit einer Lebensmittelallergie. Im Gegensatz zu einer Allergie werden die Symptome bei einer Laktoseintoleranz nicht durch eine überschießende Immunreaktion verursacht.

Wie kann eine Laktoseintoleranz diagnostiziert werden?

Es gibt eine Reihe verschiedener Tests – z. B. den Wasserstoffatemtest, den Blutzuckertest oder einen Laktase-Gentest – mit deren Hilfe sich feststellen lässt, ob eine Milchzucker-Unverträglichkeit vorliegt.

Wie lautet die Verzehrempfehlung für die Laktase-Produkte?

Es gibt Unterschiede im Grad der Laktoseintoleranz. Die Dosierung und die Auswahl der sanotact Laktase-Produkte hängt zum einen davon ab, wie viel des Enzyms Laktase der Organismus noch zu produzieren vermag. Zum anderen hängt die Dosierung davon ab, wie viel Milchzucker in den Speisen und Getränken enthalten ist, die man zu sich nehmen möchte. Aber auch die Art der Nahrung – flüssig oder fest – ist zu beachten. Ebenso spielt die Verweildauer des Speisebreis im Verdauungssystem sowie der Zustand der Darmflora eine wichtige Rolle. Es ist daher wichtig, sich über die Funktion der Laktase zu informieren.

Daher handelt es sich bei den von uns empfohlenen 1–5 Kautabletten (Laktase Kautabletten 1.000 FCC) bzw. 1–2 Mini-Tabletten (Laktase Mini-Tabletten 6.000 FCC) und 1 Tablette (Laktase Tabletten 15.000 FCC) pro Mahlzeit lediglich um einen Richtwert.

Bei erneutem, späterem Verzehr von Lebensmitteln, die Milchzucker enthalten, ist es erforderlich, das Laktase-Enzym erneut aufzunehmen. Die Laktase kann nur wirken, wenn sie sich zeitgleich mit der milchzuckerhaltigen Nahrung im Verdauungstrakt befindet.

Wie viel Milchzucker bauen die Laktase-Produkte ab?

Eine sanotact Laktase Kautablette 1.000 FCC baut circa 5 g Laktose ab – das entspricht zum Beispiel 100 ml Milch. Eine sanotact Laktase Mini-Tablette 6.000 FCC baut rund 30 g Laktose ab, das entspricht circa 600 ml Milch. Eine sanotact Laktase 15.000 FCC Tablette baut circa 75 g Laktose ab, das entspricht zum Beispiel circa 1,5 Liter Milch. Hierbei kann es sich jedoch nur um grobe Orientierungswerte handeln, die individuell unterschiedlich ausfallen können.

Können Laktase-Produkte überdosiert werden?

Das zugeführte Enzym Laktase gehört strukturell zu den Eiweißen (Proteinen) und wird nach Ausübung seiner Funktion der Milchzuckerspaltung im Dünndarm verdaut. Zugeführte Laktase kann vom menschlichen Körper weder aufgenommen werden, noch wird eine vorhandene körpereigene Laktaseproduktion beeinflusst. Somit sind bei einem längeren oder überschüssigen Verzehr keine nachteiligen Wirkungen zu erwarten.

Ab wie viel Jahren können die Laktase-Produkte verzehrt werden?

Unsere sanotact Laktase Produkte sind für Kinder ab 4 Jahren geeignet. Gerne verweisen wir bei Kindern auf unsere sanotact Laktase Kautabletten mit 1.000 FCC-Einheiten, die als Kautablette eine kindgerechte Darreichungsform bieten und in zerkleinerter Form den Speisen oder Getränken beigegeben werden können. Dies vereinfacht die Einnahme des Enzyms Laktase bei vielen kleineren Kindern. Bitte achten Sie darauf, die Laktasetabletten nicht in heiße Speisen einzurühren, damit das hitzeempfindliche Enzym geschont wird.

Was bedeutet "FCC-Einheiten"?

FCC bedeutet Food Chemical Codex und ist das Maß für die Enzymaktivität (biologische Wirksamkeit).

Können die Laktase-Produkte auch während der Schwangerschaft verzehrt werden?

Uns liegen keine Erkenntnisse vor, die einer Verwendung entsprechend der Verzehrempfehlung in der Schwangerschaft und Stillzeit entgegenstehen. Wir empfehlen dies aber vorsichtshalber mit dem behandelnden Arzt abzustimmen.